„Die Ministranten?! Aber das ist doch klar: Das sind die kleinen Helferlein vom Pfarrer, die jeden Sonntag mit ihm da vorn am Altar stehen.“

Keine schlechte Antwort auf die Frage danach, wer die Minis von St. Lantpert sind. Denn das Wort Ministrant leitet sich vom lateinischen minstrare ab, was dienen bedeutet. Aber das ist bei Weitem noch nicht alles, was es über uns zu erzählen gibt. Wir sind nicht nur die Messdiener - Nein!


Wir sind derzeit über 80 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 24 Jahren. Dabei sein kann wirklich jeder. Bei uns ist es egal, aus welchem Land man kommt, auf welche Schule man geht, ob die Eltern viel Geld verdienen oder nicht. Wir freuen uns über jeden, der zu uns stößt. Das ist möglich, sobald man Erstkommunion gefeiert hat, aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt. Wir haben immer wieder Quereinsteiger. Unsere Oberministrantin Babsi ist zum Beispiel auch erst nach ihrer Firmung zu uns gekommen.

Ganz wichtig ist uns die Gemeinschaft. Wer Lust auf coole Gruppenstunden mit Gleichaltrigen bei uns im Pfarrheim hat - gerne Spiele spielt, bastelt, kocht… -, der ist bei uns genau richtig. Denn in der Regel trifft man sich einmal in der Woche mit seiner Minigruppe - das sind 8 bis 15 Kinder eines oder zweier Jahrgänge. Geleitet werden die Gruppenstunden von zwei oder drei unserer älteren Ministranten.

Daneben gibt es aber auch noch einige Aktivitäten, die alle Ministranten zusammen machen:

  • Im Advent findet man uns zum Beispiel am Christkindlmarkt im Glühweinstand - oder ein paar Meter weiter, im Pfarrhaus beim Tassen spülen. Nach dieser Arbeit haben wir uns dann eine gemütliche Weihnachtsfeier mit Plätzchen, Kinderpunsch und einer Filmvorführung mehr als verdient.
  • Im neuen Jahr geht es dann mit unserem Tagesausflug weiter. Meistens geht es in ein Freizeitbad, wir hatten aber auch schon eine Führung durch die Allianzarena oder sind zusammen Rad gefahren.
  • Das absolute Highlight ist das Minilager in den Sommerferien. Hier fahren wir eine Woche lang zusammen in ein Selbstversorgerhaus. Jedes Jahr geht es in eine andere Stadt (meistens in Süddeutschland oder Österreich), sodass wir immer neue Sehenswürdigkeiten und Landschaften zu sehen bekommen. Außerdem kochen wir zusammen, spielen Spiele, wandern und machen ein Freibad unsicher. Das Minilager ist wirklich etwas ganz besonderes, denn so eine bunte Mischung, besonders was das Alter anbelangt, findet man auf keiner Klassenfahrt wieder.

Ein Ministrant von St. Lantpert zu sein, bedeutet also mehr, als ein Weihrauchfass zu schwenken, man ist Teil einer einmaligen Gemeinschaft. Natürlich bildet das Mess-dienen aber trotzdem noch den zentralen Aspekt bei den Lantpert-Minis, denn die gemeinsame Aufgabe, die uns alle verbindet, ist und bleibt ja das Ministrieren.

Damit dem Pfarrer auch zu jedem Gottesdienst - nicht nur Sonntag um 10 Uhr - ein paar Minis zur Seite stehen, gibt es einen Plan, in dem jeder Ministrant zu ein paar Messen eingeteilt ist.

Damit die Ausflüge, Gruppenstunden und Gottesdienste auch klappen, gibt es unter den älteren Ministranten einige, die besondere Aufgaben übernehmen. An erster Stelle sind hierbei natürlich die beiden Oberministranten zu nennen, die alle zwei Jahre von den Minis neu gewählt werden. Unterstützt werden sie aber auch von den MdOs (Mitarbeitern der Oberministranten) und den Gruppenleitern. Ganz wichtig ist außerdem der rege Austausch und die Zusammenarbeit mit Pfarrer Axel Windecker - ohne ihn wären wir oft ziemlich aufgeschmissen.

An dieser Stelle wollen wir also ihm und allen anderen tüchtigen Helfern für ihr Engagement danken.