Seit Ende 2014 haben wir in unserer Pfarrei das "Gemeindegebet für die Verstorbenen". Hierzu sind alle Gemeindemitglieder herzlich eingeladen, besonders die Familien und Freunde der Verstorbenen des Monats (also seit dem letzten Gemeindegebet).

In den Jahren davor wurde deutlich, dass die übliche Form des Sterberosenkranzes immer weniger Mitbeter bei den Angehörigen fand. Sie hatten einfach keinen Bezug dazu und konnten ihn von daher nicht mitbeten. So entschloss sich der Pfarrgemeinderat, eine neue Form des Gemeindegebetes für die Verstorbenen zu entwickeln. Aufbauend auf der Vorlage einer anderen Pfarrgemeinde wurden drei alternative Formen eines Gemeindegebetes für die Verstorbenen konzipiert: Bei der ersten Form stehen eine moderne Litanei und der Psalm 23 im Mittelpunkt des Gebetes. Die zweite Form enthält drei Gesätze eines Rosenkranzes der Hoffnung. (Anm.: Ein Gesätz ist ein Einschub beim „Gegrüßet seist du Maria“, der ein Geheimnis aus dem Leben Jesu benennt.) Unter dem Leitgedanken „Das wird ein Fest sein“ steht bei der dritten Form eine moderne Version von Psalm 126 im Zentrum des Wechselgebets zwischen Vorbeter und Gemeinde. Für alle drei Formen gibt es ein Gemeindeheft, so dass alle dieses Gebet mitsprechen können.

Nach einer monatelangen Erprobungsphase stieß die neue Form durchgehend auf ein positives Echo bei den Angehörigen der Verstorbenen. Für die Durchführung des monatlichen Gebetes hat sich schließlich ein Kreis von ehrenamtlichen Frauen und Männern der Pfarrei gefunden, die dieses Gebet jeweils zu zweit leiten. So wird auch deutlich, dass wir als Pfarrgemeinde hier einen Dienst für die Familien und Freunde der Verstorbenen übernehmen – und nicht automatisch ein hauptamtlicher Seelsorger. Mit dieser Art des Betens unterstützen wir uns gegenseitig – insbesondere in Zeiten der Trauer.

 

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